"Verwöhnt in seiner Einsamkeit (...) reist der Weiße durch Afrika und sieht nichts." [Cees Noteboom: Mondland Mali]
08/03/2009
05/03/2009
04/03/2009
03/03/2009
02/03/2009
01/03/2009
Si les touristes te prennent en photo sans demander, tu peux au moins dire: "Ecoutez Monsieur, il n´y a pas de problème de prendre des photos, mais ca serait bien de demander avant le faire." Mais s´ils te prennent de loin, qu´est-ce que tu veux faire? En plus, ils mettent souvent les photos sur internet. Mon père, ca fait deux ans qu´il est décédé, mais il y a peu de temps, quelqu´un ma dit: J´ai vue ton père sur l´internet.
26/02/2009
24/02/2009
Im Unterschied zu anderen TouristInnen verstehen sich AlternativtouristInnen als „kosmopolitisch, multikulturell und reisend“. Um den Distinktionsgewinn ihres mobilen und multikulturellen Lebensstils aufrechterhalten zu können, brauchen sie nicht nur den verteufelten Massentourismus als Gegenpol zur eigenen Individualität, sondern auch ein unbewegliches monokulturelles Gegenüber: die bereiste Gesellschaft. Deren Kultur wird dabei nicht weiter ausdifferenziert an ein klar abgrenzbares Territorium gebunden und in eine vormoderne Zeit verlagert. (...) Den Bereisten wird hier die Bewegung im selben Raum abgesprochen. Die eigene kulturelle Identität wird dabei jedoch nicht konkreter bezeichnet. Vielmehr beanspruchen die KonsumentInnen eine privilegierte Leerstelle für sich, indem ihre weltumspannende und multikulturelle Ideologie die „Fremden“ als Marionetten ihrer Kollektive betrachtet (schließlich ist deren Bodenständigkeit für die Abgrenzung zum mobilen Tourismus konstitutiv) während sie selbst die Anerkennung der Kulturenvielfalt als politisch korrekte Einstellung vor sich hertragen und zugleich Wertneutralität gegenüber kulturellen Unterschieden deklarieren. Voraussetzung hierfür (...) ist ein Bewusstsein über eine gesellschaftliche Ordnung aus immobilen kulturellen Identitäten und mobilen multikulturellen TouristInnen. Damit versetzt sich letztere durch ihre eigene vermeintliche Inhaltsleere und proklamierte Wertneutralität in eine gehobene Position. Diese gehobene Position ist durch einen privilegierten Zugang zu einer möglichst großen Anzahl immobilisierter Kulturen gekennzeichnet, also durch das Privileg nahezu uneingeschränkter eigener Mobilität bei gleichzeitiger Unbeweglichkeit der Anderen.
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