They are walking in our office, taking pictures of us. At the moment they are walking down from the ferry, everything and everybody becomes an object.
Si les touristes te prennent en photo sans demander, tu peux au moins dire: "Ecoutez Monsieur, il n´y a pas de problème de prendre des photos, mais ca serait bien de demander avant le faire." Mais s´ils te prennent de loin, qu´est-ce que tu veux faire?
Im Unterschied zu anderen TouristInnen verstehen sich AlternativtouristInnen als „kosmopolitisch, multikulturell und reisend“. Um den Distinktionsgewinn ihres mobilen und multikulturellen Lebensstils aufrechterhalten zu können, brauchen sie nicht nur den verteufelten Massentourismus als Gegenpol zur eigenen Individualität, sondern auch ein unbewegliches monokulturelles Gegenüber: die bereiste Gesellschaft. Deren Kultur wird dabei nicht weiter ausdifferenziert an ein klar abgrenzbares Territorium gebunden und in eine vormoderne Zeit verlagert. (...) Den Bereisten wird hier die Bewegung im selben Raum abgesprochen. Die eigene kulturelle Identität wird dabei jedoch nicht konkreter bezeichnet. Vielmehr beanspruchen die KonsumentInnen eine privilegierte Leerstelle für sich, indem ihre weltumspannende und multikulturelle Ideologie die „Fremden“ als Marionetten ihrer Kollektive betrachtet (schließlich ist deren Bodenständigkeit für die Abgrenzung zum mobilen Tourismus konstitutiv) während sie selbst die Anerkennung der Kulturenvielfalt als politisch korrekte Einstellung vor sich hertragen und zugleich Wertneutralität gegenüber kulturellen Unterschieden deklarieren. Voraussetzung hierfür (...) ist ein Bewusstsein über eine gesellschaftliche Ordnung aus immobilen kulturellen Identitäten und mobilen multikulturellen TouristInnen. Damit versetzt sich letztere durch ihre eigene vermeintliche Inhaltsleere und proklamierte Wertneutralität in eine gehobene Position. Diese gehobene Position ist durch einen privilegierten Zugang zu einer möglichst großen Anzahl immobilisierter Kulturen gekennzeichnet, also durch das Privileg nahezu uneingeschränkter eigener Mobilität bei gleichzeitiger Unbeweglichkeit der Anderen.
Als ich ungefähr sechs Jahre alt war, gab es vor unserem Haus in Rijkswijk ein verwildertes Gelände, das ich das “landje” [deutsch: Ländchen, Brachfeld] nannte. Es war voller Geheimnisse. Hohe Pflanzen, die mir heute nur bis zur Taille reichen, verliehen ihm den Charakter eines Urwalds und immer noch sehe ich es vor mir: ein gefährliches Gebiet, dass ich mit meinen Ängsten und Phantasien bevölkern konnte. [Cees Nooteboom: Am Rande der Sahara]
Ich fliege ab Frankfurt. An der Gepäckkontrolle treffe ich den ersten Senegalesen aus Dakar. Er arbeitet hier, kontrolliert meinen Pass und meine Boarding Card.
"Wehe ihr Reisenden! Kommt schnell auf das Schiff, lasst alle eure Gerätschaften im Stiche und rettet nur schnell eurer Leben vor dem Untergange, denn die Insel auf der ihr seid ist nichts als ein großer Fisch, der nur wenig Wasser hat und nicht auf dem Lande leben kann." [die Geschichte Sinbad, des Seeräubers]